Weihnachtsaktion 2023

Vorbemerkung (01.12.2023):

Dieses Jahr lernen wir Florian und seine kleinen und großen Herausforderungen kennen. Florian steht dabei als ein Beispiel stellvertretend für eine ganze Gruppe von Menschen, die kaum eine Lobby in unserer Gesellschaft haben. Personen denen viel zu selten Gehör und Aufmerksamkeit geschenkt wird. Gerade deswegen sind ihnen, stellvertretend durch Florian, die diesjährigen Adventssonntage gewidmet. Dadurch soll eine Gesellschaftsgruppe, die wir alle schon gesehen, aber doch viel zu selten wahrgenommen haben, aus der Anonymität in unser aller Bewusstsein geholt werden. Wohnungs- und Obdachlose.

Außerdem wird an jedem Sonntag eine Organisation im Mittelpunkt stehen, die sich um Florian und all die anderen Betroffenen kümmert. Wir begleiten Florian mit all seinen Wünschen und Träumen bis zu seinem Lebensende.

Zu guter Letzt beinhaltet jeder Adventssonntag auch ein Rätsel. Jede Lösung eines Rätsels liefert uns Ziffern die zusammengesetzt eine sechsstellige Zahl ergeben. Derjenige, der die Zahl als erstes errät erspielt sich ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr!!!

1. Advent (03.12.2023):

Florian ist inzwischen 42 Jahre alt, wurde in Nürnberg geboren und hatte eine mehr oder weniger unbeschwerte Kindheit und Jugend. Zumindest ab seinem siebten Lebensjahr. Zu diesem Zeitpunkt hat sich seine Mutter von seinem gewalttätigen Vater getrennt und ist mit Florian auf’s Land nach Kreith bei Schwandorf gezogen. Seine Schulfreunde aus der ersten Klasse hat er seither nicht wieder gesehen. Es soll nicht das letzte Mal bleiben, dass Florian sein gewohntes Umfeld verlassen muss. Seine Schulzeit war eher von Einsamkeit geprägt. Die Mutter war als Alleinerziehende den ganzen Tag auf der Arbeit und mit dem Leben auf dem Dorf konnte er sich auch nicht wirklich anfreunden. War er es doch als fränkischer Jung gewohnt in der Großstadt Nürnberg zu wohnen. Und hier auf dem oberpfälzischen Dorf war selbst der nächste Fußballplatz 15 Kilometer entfernt. Außerdem sprachen die anderen Kinder in seinem Alter einen für ihn so unverständlichen Dialekt. Seinen Schulabschluss der Mittelschule hat er zwar eher schlecht als recht gemeistert, aber immerhin hat er bei der örtlichen Autowerkstatt einen Ausbildungsplatz bekommen. Nur mit seiner Mutter verträgt er sich kaum noch. All diese Vorschriften, räum hier die Küche auf, wasch da deine Wäsche und mach dich doch mal nützlich beim Staubsaugen. In den Sommermonaten legt er sich über die Nacht lieber an den Waldrand und genießt die Ruhe. Eine eigene Wohnung könnte er sich noch nicht leisten. Nach seinem Ausbildungsabschluss möchte er unbedingt wieder in die Großstadt, am liebsten nach München, seine Mutter oder gar seine Ausbildungsfirma können ihn definitiv nicht in der Oberpfalz halten. Die Autowerkstatt stellt ihm noch sein Ausbildungszeugnis aus, aber dann ist dort Schluss. Zu wenig Aufträge, kein Bedarf für weitere Mitarbeiter. Ein Zeichen für Florian, dass er endlich den Schritt nach München wagen soll. Mit zwei Taschen voller Hab und Gut, seinen ganzen Ersparnissen und voller Zuversicht steht er nun nachts um 22:30 Uhr am Münchner Hauptbahnhof. Hier hat er zum ersten Mal Kontakt zur Bahnhofsmission München. Dieses Mal dient sie ihm nur als Auskunftsstelle für den richtigen Weg, doch schon bald wird sie eine zentrale Anlaufstelle, wenn es um einen heißen Tee und ein offenes Ohr geht.

Für vier Wochen kann er sich noch ein kleines Zimmer in einer Pension leisten, aber dann braucht er eine Wohnung und unbedingt einen Job! Aufgrund des durchaus schwierigen Wohnungsmarkts in München findet er leider keine Wohnung. Was soll er auch machen, wenn er nur einer von dreißig Mitbewerbern um eine Einzimmerwohnung ist, aber aktuell noch keine Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate vorlegen kann. Gleichzeitig bedeutet keine Wohnung auch keine feste Wohnanschrift. Damit hat sich die Suche nach einer Festanstellung wohl auch erledigt. Mit Gelegenheitsjobs wird er sich wohl die nächsten Wochen und Monate über Wasser halten müssen. Übernachten wird er erstmal in einer Obdachlosenunterkunft in München. Seine erste und wichtigste Anlaufadresse wird aber vorerst die Bahnhofsmission in München bleiben. Hier kann er Ruhe finden, sein soziales Leben durch Gespräche aufrecht erhalten und ein Glas Wasser trinken. Außerdem hat die Bahnhofsmission die richtigen Informationen zu Beratungsstellen und Behörden. Hier kann sich Florian auch über Essensausgabestellen, und sonstige Hilfsangebote informieren, die er sicher noch dankend annehmen wird.

Der Stern des ersten Adventssonntags strahlt im hellen Antlitz der Bahnhofsmission (www.bahnhofsmission.de). Florian und alle anderen kleinen und großen, jungen und alten Gestrandeten und Hilfesuchenden danken den wunderbaren Menschen, die sich Tag und Nacht unabhängig von Religion, Nationalität, Alter und Geschlecht um jeden einzelnen Menschen kümmern.

Die Bahnhofsmission nimmt neben Geld- auch Sachspenden, wie beispielsweise Kleidung und original verpackte und noch haltbare Lebensmittel entgegen. Der folgende Link enthält die Standorte aller Bahnhofsmissionen in Deutschland, bei denen entsprechende Sachspenden abgegeben werden können: https://www.bahnhofsmission.de/index.php?id=100&no_cache=1

Außerdem können Geldspenden einfach und unkompliziert online unter nachfolgendem Link getätigt werden: https://www.bahnhofsmission.de/index.php?id=90. Jeder Euro hilft!

Von ganzem Herzen: DANKE!!!

RÄTSEL:

Eine Landeshauptstadt ist gesucht, 16 mal hab ich geflucht. Will ich die Lösung doch finden, muss ich wohl zusätzlich das Bundesland einbinden. Bei beiden ist nämlich etwas gleich, das betrachten aller Buchstaben ist manchmal aufschlussreich. Die Stadtstaaten fallen wohl raus, das sag ich euch im Voraus. Hab ich die Lösung nun gefunden, überquer ich noch den ein oder anderen Fluss in den Abendstunden. Dabei richte ich meinen Blick ins nächtliche Stadtgebiet und suche Trost in einem Lied.

Die Lösungsziffer des heutigen Rätsels stellt die dritte Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ X _ _ _

2. Advent (10.12.2023):

Florian wohnt jetzt seit etwa einem Jahr in einer Obdachlosenunterkunft. Anfangs hat er sich noch mit einem Job als Essensausfahrer über Wasser gehalten. An guten Tagen hat er damit etwa 100 Euro verdient, meistens aber eher nur 70 – 80. Bei einer Arbeitszeit von 10 Stunden und Eigeninvestitionen von Fahrrad und Smartphone war das Trinkgeld einfach zu gering. Außerdem war Florian alleine in den drei Monaten seiner Beschäftigung gefühlt jeden zweiten Tag krank. Klar die hygienischen Zustände in der Obdachlosenunterkunft, der Zeitdruck auf der Arbeit und die fehlende gesundheitliche Absicherung als „Schein“-Selbstständiger haben da ihr übriges getan. Da gilt wohl ganz klar: „Wenn Sushi an der Türe läutet, werden Menschen ausgebeutet!“

Inzwischen lebt Florian von Bürgergeld, schreibt tagtäglich Bewerbungen an alle möglichen Stellen, doch spätestens wenn die Leute von seiner aktuellen Wohnsituation hören heißt es meistens: „Wir melden uns“. Gemeldet hat sich bislang niemand mehr. Mit der Unterkunft gibt es auch mehr und mehr Probleme. Menschen aus aller Herren Länder, Alkohol, Gewalt, Neid und psychische Probleme sind nur einige Herausforderungen, die dort auf ihn warten. Gleichzeitig bietet ein Dach über dem Kopf auch einen gewissen Schutz vor Wind und Wetter und den Gefahren von Übergriffen auf offener Straße. Diese nehmen schließlich seit Jahren sowohl quantitativ wie auch von deren Intensität zu. Wenn man als Obdachloser durchschlafen kann und weder angezündet, beraubt noch geweckt wurde, dann war das wohl ne gute Nacht. 😉 Nachdem letzte Nacht seine drei Zimmerkollegen im Rausch und völlig von Sinnen gebrüllt und die halbe Innenausstattung in Kleinholz zerlegt haben, wird Florian die kommende Nacht zum ersten Mal auf der Straße verbringen. Wobei völlig ungewohnt ist ihm dieses Gefühl ja nicht, hat er doch als Jugendlicher bereits nach dem ein oder anderen Streit mit seiner Mutter bereits die Nacht am Waldesrand verbracht. Der große Unterschied ist nur, dass damals am nächsten Morgen eine warme Wohnung, eine frische Dusche und ein warmes Bett auf ihn gewartet haben. Dieses Mal hat er lediglich den warmen Tee der Bahnhofsmission in Aussicht. Dachte er. In dieser dunklen, klaren Nacht leuchtet jedoch ein wahrlich atemberaubender Sternenhimmel über den Häusern von München. Der Polarstern, der große Wagen und sogar der kleine Wagen sind allesamt zu sehen. Welch schöner Anblick, der die persönliche Situation für einen kurzen Augenblick vergessen lässt. Am nächsten Morgen sind die Sternlein allesamt verschwunden und dennoch fühlt es sich für ihn an, als hätte der Himmel ein paar Englein geschickt.

Er wird am nächsten Morgen von Menschen der Aktion Brücke e.V. geweckt. Diese suchen jedes Wochenende, 52 Wochenenden im Jahr, Obdachlose in München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck auf, spenden ein offenes Ohr, eine warme Mahlzeit, Decken oder manchmal einfach nur eine herzliche Umarmung. Wie der Name schon sagt, soll eine Brücke zwischen Menschen und gesellschaftlichen Schichten geschlagen werden. Somit kann ein Gespräch und miteinander auf Augenhöhe entstehen. An diesem Morgen freut sich Florian zwar auch über ein kleines Getränk und die kleine Mahlzeit, vielmehr erzeugen aber ein warmer Schlafsack und eine zusätzliche warme Decke ein Leuchten in seinen Augen. Die erste Nacht unter freiem Himmel war doch ein wenig frostig. Eine zweite Bitte, die er noch auf dem Herzen trägt, wird ihm durch die Mitarbeiter der Aktion Brücke ebenfalls erfüllt. Er benötigt Hilfe beim Ausfüllen eines amtlichen Formulars. Man könnte meinen in Deutschland gibt es keine Papierformulare mehr, doch sowohl Passierschein A38, wie auch ein Haus das Verrückte macht steht doch wohl noch in jeder kleineren und größeren Stadt. :/

Der heutige Stern des zweiten Adventssonntags strahlt für die wunderbaren Menschen des Vereins Aktion Brücke (https://aktion-bruecke.de/). Dieser arbeitet seit drei Jahren ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und finanziert sich nur über deine, meine und unsere Spenden. Neben den materiellen Dingen, die durch die 150 ehrenamtlichen Helfer verteilt werden, wird jedes Wochenende und zwar wirklich jedes Wochenende, vor allem eines verschenkt, ein bisschen Würde und Wärme an knapp 1.000 Obdachlose.

Die Aktion Brücke nimmt sowohl Sach- (zweimal wöchentlich), wie auch Geldspenden jederzeit gerne entgegen https://aktion-bruecke.de/unterstuetzung/. Zu den Geldspenden können selbstverständlich auch Spendenquittungen ausgestellt werden. Auch hier gilt: Alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten halten die Dunkelheit auf Abstand.

Von ganzem Herzen: DANKE!!!

RÄTSEL:

Ich möchte ein Würfelspiel spielen. 5 Menschen kommen am Samstag Nachmittag auf dem Sportplatz zusammen. Werner, Walter, Wolfgang, Wiebke und Wenke. Die Fahrt ging über Stock und Stein, über große und kleine Straßen bis endlich das Stadion erreicht wurde. Volles Haus beim heutigen WM-Finale zwischen Ungarn und der Bundesrepublik Deutschland. Das könnt ein kniffliges Spiel werden, denn die Gegner haben 4 große Chancen. Das Spiel nimmt nun endlich Fahrt auf im Wankdorfstadion in Bern, keiner wankt. Kurz vor dem Ende ist es dann soweit, Schäfer nach innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt. Tor, Tor, Tor Tor! 3:2 führt Deutschland kurz vor Spielende. Nur noch wenige Minuten zu spielen, doch endlich ertönt der Schlusspfiff. Aus, Aus, Aus! Das Spiel ist aus Deutschland ist Weltmeister. Heute gibt es wohl nur 1 Sieger.

Die Lösungsziffern des heutigen Rätsels stellen die fünfte und sechste Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ _ _ X X

3. Advent (17.12.2023):

Nachdem Florian von den Mitarbeitern der Aktion Brücke mit notwendigen Decken, einer kleinen Mahlzeit und vor allem einem offenen Ohr und entsprechendem Verständnis für seine Ängste und Nöte versorgt wurde, macht er sich auf in Richtung Innenstadt. Sein erstes Ziel für heute ist ein Supermarkt, um sich ein paar Lebensmittel zu kaufen. Er hat sich fest vorgenommen, dass es nur bei Lebensmitteln bleiben soll. Denn eins hat er sich Zeit seines Lebens auf der Straße geschworen: „Ich darf niemals mit dem Saufen anfangen!“ Das klingt ein bisschen klischeehaft, doch leider setzt Alkohol unter anderem die Glückshormone Dopamin und Serotonin im Gehirn frei, es dient als Betäubungsmittel um Sorgen und Probleme zu vergessen und es hilft Abends zur Ruhe zu kommen. Auf gut deutsch: Alkohol macht in gewisser Weise glücklich aber leider auch süchtig. Außerdem soll die drastische Wortwahl von Florian keinesfalls abwertend ihm oder anderen gegenüber sein, sondern um genüssliches Trinken handelt es sich nun mal auf der Straße in den seltensten Fällen. Bislang konnte sich Florian dem Angebot des Alkohols erwehren, auch wenn er an so vielen Stellen präsent wäre. Man denke nur an die „Quengeltheke“ vor jeder Supermarktkasse. Neben den Schokoriegeln für Kinder gehört der Kümmerling, Chantre, Wurzelpeter, Vodka Grobatschow oder Jägermeister in jedes Sortiment. Als außenstehender könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass durch Supermärkte alkoholsüchtige Menschen missbraucht werden. Ob das Ausnutzen von Krankheiten unter gute Marketingstrategie oder widerliche Geschäftspraxis fällt, weiß auch Florian nicht so recht zu beurteilen. 😛 Ein Laster hat Florian jedoch trotzdem. Das Rauchen. Wenn er in der Öffentlichkeit raucht erntet er regelmäßig böse Blicke von Passanten. Streng nach dem Motto: „Wenn er sowieso nur wenig Geld zur Verfügung hat und auf Hilfe von außen angewiesen ist, warum verraucht er dann auch noch so viel?!?“ Aber jeder von uns kann ja mal an sein(e) Laster denken und sich fragen, wie gut die Bekämpfung und das Abstellen funktioniert. 😉

Nach dem Supermarktbesuch macht sich Florian auf in ein nahe gelegenes Internetcafe. Eine gute Möglichkeit um zumindest ein bisschen informiert zu bleiben. Oder auf neudeutsch ausgedrückt, Florian ist richtig hyped von der krassen possibility, mit der er up to date bleiben kann. Außerdem stößt er auf ein paar Daten und Fakten die ihn und seine ganze Situation ganz gut beschreiben.

Florian ist inzwischen seit fünf Jahren arbeitslos. Eine Hoffnung auf eine auch nur befristete Anstellung macht er sich inzwischen kaum noch. Damit gehört er nicht nur zu den etwa 2,61 Millionen Arbeitslosen in Deutschland (Stand: 2023) sondern auch zu den 905.000 Langzeitarbeitslosen. Als Langzeitarbeitsloser gilt in Deutschland jeder, der länger als ein Jahr auf Arbeitssuche ist. Außerdem gehört er zu den inzwischen 16,7% der Menschen in Deutschland, die von Armut betroffen sind (14,1 Millionen). Dies bedeutet, dass jeder Sechste in Deutschland weniger als 60% des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, also weniger als 15.000 Euro pro Jahr. Von Armut oder sozialer Ausgrenzung sind sogar über 20%, also jeder Fünfte, betroffen (17 Millionen). Die Armutsgefährdungsquote von Kindern liegt sogar bei über 21%. Das heißt mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in armutsgefährdeten Verhältnissen. Dass die Situation der Eltern und deren Bildung Einfluss auf die Armut haben, liegt auf der Hand. In der Europäischen Union waren im Jahr 2022 rund 50 Prozent aller Kinder, deren Eltern ein niedriges Bildungsniveau hatten, von Armut bedroht. Dagegen waren nur etwa acht Prozent der Kinder, deren Eltern ein hohes Bildungsniveau hatten, armutsgefährdet.

Nach all den Daten und Fakten wird es Zeit für Florian noch eine Kleinigkeit zu essen, der Supermarktbesuch von heute morgen ist schließlich auch schon wieder acht Stunden her. Das Gute ist, dass die Ausgabestelle der Tafel Deutschland heute bis 16 Uhr geöffnet hat und daher auch für Florian sicherlich noch eine Leckerei zu bieten hat. Während jeder Deutsche im Durchschnitt etwa 131 Kilogramm an Lebensmitteln pro Jahr verschwendet, sorgt die Tafel dafür, dass übrige Lebensmittel von Erzeugern und Unternehmen bei den richtigen Menschen ankommen.

Der heutige Stern des dritten Adventssonntags leuchtet für alle großen und kleinen, starken und stärkeren Helfer der Tafel Deutschland (https://www.tafel.de/). Diese Helferinnen und Helfer sammeln Lebensmittel im Handel und bei herstellenden Unternehmen ein und verteilen diese an armutsbetroffene Menschen. Darüber hinausgehend werden von der Tafel zusätzlich zur Lebensmittelausgabe auch Zusatzangebote zur Verfügung gestellt – etwa Nachhilfeunterricht oder Kinderbetreuung. Außerdem sind die Stellen der Tafel neben der Bahnhofsmission oder der Aktion Brücke ebenfalls Anlaufstellen für Begegnungen und soziale Kontakte.

Auch für die Tafel kann man ganz unkompliziert und einfach über nachfolgenden Link spenden https://www.tafel.de/spenden/jetzt-spenden. Jede kleine Spende hilft, denn solange auch nur eine geringe Ungleichheit in der Welt fortbesteht, haben wir noch etwas zu tun.

Von ganzem Herzen: DANKE!!!

RÄTSEL:

Der Suchende der suchet ganz gewissenhaft, diese Seite bringt ihn zur Lösung doch weiter. Doch so einfach wird’s ihm nicht gemacht, denn erst durch Klicken öffnet sich ein neuer Reiter. Der Unwissende tappt im Dunkeln und klickt wie wild umher, doch all die Wissenden lieben den Namen von Loretta so sehr. Wer nun die drittletzte Ziffer des Spendenkontos ermittelt, der wird als Findender betitelt.

Die Lösungsziffer des heutigen Rätsels stellt die vierte Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ _ X _ _

4. Advent (24.12.2023):

Florian ist inzwischen 68 Jahre alt. Seit 26 Jahren lebt er auf der Straße und pendelt zwischen Brücke, Tafel und Bahnhofsmission hin und her. Sicherlich hat sich Florian sein Leben anders vorgestellt, hatte er doch so viele Träume als er sich in die Großstadt aufgemacht hat. Dennoch hat er sich seinen Lebensaufgaben gestellt, konnte dem Alkohol weitestgehend abstinent bleiben und hat sich mal besser, mal schlechter durch all die Prüfungen durchgeschlagen. Nur das jahrzehntelange Rauchen hat seine Spuren hinterlassen. Vor zwei Jahren wurde bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert. Die nächtliche Kälte in den Wintermonaten und die schwierigen hygienischen Voraussetzungen setzen seiner Lunge mehr und mehr zu. Er hat sich vorgenommen das diesjährige Weihnachtsfest noch einmal zu genießen. Weihnachten und die Adventszeit waren für ihn all die Jahre eine wunderbare Zeit, um dem schwierigen und von Herausforderungen geprägten Alltag zu entfliehen. Das Funkeln und Glitzern der Weihnachtsbäume und Weihnachtsdekoration, die leuchtenden Weihnachtsmärkte und die fröhliche Weihnachtsmusik. Auch wenn er sich keines der Dinge für sich selbst hat leisten können, waren sie dennoch wunderschön anzuschauen. Gegenüber von einem seiner Stammplätze, an denen er sich unter tags aufgehalten hat, war der Ausgang eines Süßwarengeschäfts. Dort konnte er all die leuchtenden und funkelnden Kinderaugen beobachten, die von ihren Eltern insbesondere in der Vorweihnachtszeit mit diesen Leckereien überhäuft wurden. Nebenan spielte ein Saxophonspieler die Melodie von „Joy to the world“ und versuchte die Freude der Welt in seiner ganz eigenen musikalischen Interpretation zu verbreiten. All das erinnerte Florian an seine so weit zurückliegende, glückliche und unbeschwerte Kindheit. Manchmal liegt Freud und Leid doch so nah beieinander, in diesem Fall liegen Haben und Nicht-Haben nur wenige Meter voneinander entfernt. Umso älter Florian wurde, umso mehr hat er versucht sich auf die immateriellen Freuden zu fokussieren, Momente der materiellen Freuden waren in seinem Leben aufgrund der fehlenden finanziellen Möglichkeiten sowieso rar gesät. In einem Leben auf der Straße liegen die wirklichen Freuden sowieso nicht in großen Geschenken, tollen Reisen oder teuren Habseligkeiten. Vielmehr sind es die kleinen Dinge des Lebens, alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten. Ein nettes Gespräch, ein warmer Kaffee oder Tee, eine Butterbrezel vom Bäcker oder einfach nur ein kleiner Moment der Aufmerksamkeit, all die Sachen, die ihm von verschiedensten Menschen geschenkt wurden. Auch wenn diese Beachtung leider noch viel zu selten erfolgte, hat Florian dennoch einige schöne, wenn auch nur kurze Momente der Freude, die ihm in Erinnerung bleiben.

Am heutigen Heiligabend werden nicht nur so viele kleine und große Menschen beschenkt, sondern auch Florian darf heute einen unbeschwerten Abend erleben. Er wurde ins Hofbräuhaus in München zu einem Weihnachtsdinner für Obdachlose eingeladen. Dabei geht es für ihn gar nicht um das Essen an sich, sondern vielmehr um den Moment der Beachtung und das friedliche Zusammensein. In Gemeinschaft schmeckt das Essen eben doch ein wenig besser. Nachdem sich sein Gesundheitszustand in den letzten Monaten immer weiter verschlechtert hat, genießt er die Zeit nochmal in vollen Zügen. Mit seinen 68 Jahren ist er inzwischen auch nicht mehr der Jüngste, zumindest was die Lebenserwartung für Wohnungslose angeht. Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei Männern eigentlich bei 78 Jahren, Obdachlose haben jedoch eine zehn Jahre kürzere. Das Leben auf der Straße fordert eben ihren Tribut.

Die weihnachtlich geschmückten Tische des Hofbräuhaus rufen in Florian die funkelnden Kinderaugen hervor, die vor lauter Freude nur so leuchten. Sie laden fast ein wenig zum Träumen ein. Darf er so kurz vor Ende seines Lebens noch einmal Wünsche wagen?

Der heutige Stern des vierten Adventssonntags und somit gleichzeitig der Weihnachtsstern des Heiligabends leuchtet nicht nur für die wunderbaren Menschen, die all den Menschen da draußen einen letzten Wunsch erfüllen, sondern zugleich auch für all die Menschen, die nochmal Wünsche wagen (https://wuenschewagen.de/). Die Mitarbeiter des Wünschewagens erfüllen schwerstkranken Menschen einen letzten Wunsch. Sei es der Besuch einer guten Freundin, eines guten Freunds, ein letztes Mal das Meer sehen, oder den Lieblingsverein noch einmal im Stadion anfeuern. Ein abschließender Ausflug, bevor die letzte Reise des Lebens angetreten wird.

Der Wünschewagen freut sich über Spenden https://wuenschewagen.de/so-hilft-ihre-spende/spenden, mit denen kranken Menschen noch einmal ein Lächeln auf die Lippen gezaubert werden kann. Denn wenn wir schon nicht für die ganze Menschheit Großes erreichen können, dürfen wir dennoch keinesfalls die im Stich lassen, die wir retten können – und sei es nur ein Einziger.

Von ganzem Herzen: DANKE!!!

RÄTSEL:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass viele Staaten der Erde unter dem Joch ihres Kolonialherren zu leben hatten. Die Unterwerfung, Vertreibung und Ermordung von Nama oder Herero werfen ihre Schatten. Doch an Weihnachten steht der langen Weg zur Freiheit über Hass und Apartheid. 18 mal in einem Jahr wurde die Unabhängigkeitsbewegung zum richtigen Superstar. All das nur auf einem Kontinent, mit Freude und Wille zum Happy End. Das Jahr, welch wards gewesen? Entweder du weißt es oder musst es nachlesen.

Die Lösungsziffern des heutigen Rätsels stellen die erste und zweite Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: X X _ _ _ _

Somit sind alle Ziffern der sechsstelligen Zahl bekannt. Wer mir diese nun als erstes nennen kann ist glücklicher Gewinner eines zusätzlichen Weihnachtsgeschenks! 🙂

Frohe Weihnachten!

Auflösung des Rätsels (31.12.2023):

4 Adventssonntage, 4 Rätsel und 4 Organisationen haben uns die letzten Wochen begleitet. Das ein oder andere Rätsel hat für graue Haare und viele Fragen gesorgt. Aber manchmal bietet das Leben mehr Fragen als Antworten. Für die vier Adventsrätsel kann ich aber vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringen und nachfolgende Lösungen präsentieren. Vorab aber noch allergrößten Respekt an die großen und kleinen Rätselmäuse unter euch, die manche oder gar alle Rätsel lösen konnten. 🙂

Rätsel des ersten Advents:

Eine Landeshauptstadt ist gesucht, 16 mal hab ich geflucht. Will ich die Lösung doch finden, muss ich wohl zusätzlich das Bundesland einbinden. Bei beiden ist nämlich etwas gleich, das betrachten aller Buchstaben ist manchmal aufschlussreich. Die Stadtstaaten fallen wohl raus, das sag ich euch im Voraus. Hab ich die Lösung nun gefunden, überquer ich noch den ein oder anderen Fluss in den Abendstunden. Dabei richte ich meinen Blick ins nächtliche Stadtgebiet und suche Trost in einem Lied.

Die Lösungsziffer des heutigen Rätsels stellt die dritte Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ X _ _ _

Auflösung:

Eine Landeshauptstadt ist gesucht, 16 mal hab ich geflucht. -> Es gibt 16 Landeshauptstädte in Deutschland: Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, Hannover, Kiel, Mainz, Magdeburg, München, Potsdam, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart, Wiesbaden

Will ich die Lösung doch finden, muss ich wohl zusätzlich das Bundesland einbinden. -> Alle Landeshauptstädte mit ihren zugehörigen Bundesländern: Berlin/Berlin, Bremen/Bremen, Dresden/Sachsen, Düsseldorf/Nordrhein-Westfalen, Erfurt/Thüringen, Hamburg/Hamburg, Hannover/Niedersachsen, Kiel/Schleswig-Holstein, Mainz/Rheinland-Pfalz, Magdeburg/Sachsen-Anhalt, München/Bayern, Potsdam/Brandenburg, Saarbrücken/Saarland, Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern, Stuttgart/Baden-Württemberg, Wiesbaden/Hessen

Bei beiden ist nämlich etwas gleich, das betrachten aller Buchstaben ist manchmal aufschlussreich. -> Nur bei diesen vier Paaren ergeben sich Ähnlichkeiten zwischen Landeshauptstadt und Bundesland: Berlin/Berlin, Bremen/Bremen, Hamburg/Hamburg, Saarbrücken/Saarland

Die Stadtstaaten fallen wohl raus, das sag ich euch im Voraus. -> Es bleibt nur noch die Landeshauptstadt Saarbrücken als die gesuchte übrig.

Hab ich die Lösung nun gefunden, überquer ich noch den ein oder anderen Fluss in den Abendstunden. -> Anspielung auf die Flüsse Saar, Rohrbach und Grumbach, die alle durch Saarbrücken fließen und mittels Brücken überquert werden.

Dabei richte ich meinen Blick ins nächtliche Stadtgebiet und suche Trost in einem Lied. -> Bei der Phrase „suche Trost in einem Lied“ handelt es sich um eine Textzeile aus dem Lied „Über sieben Brücken musst du gehn“. 

-> Alle Hinweise leiten auf Brücken und schlussendlich auf das Lied „Über SIEBEN Brücken musst du gehn“ hin.

-> _ _ 7 _ _ _

Rätsel des zweiten Advents:

Ich möchte ein Würfelspiel spielen. 5 Menschen kommen am Samstag Nachmittag auf dem Sportplatz zusammen. Werner, Walter, Wolfgang, Wiebke und Wenke. Die Fahrt ging über Stock und Stein, über große und kleine Straßen bis endlich das Stadion erreicht wurde. Volles Haus beim heutigen WM-Finale zwischen Ungarn und der Bundesrepublik Deutschland. Das könnt ein kniffliges Spiel werden, denn die Gegner haben 4 große Chancen. Das Spiel nimmt nun endlich Fahrt auf im Wankdorfstadion in Bern, keiner wankt. Kurz vor dem Ende ist es dann soweit, Schäfer nach innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt. Tor, Tor, Tor Tor! 3:2 führt Deutschland kurz vor Spielende. Nur noch wenige Minuten zu spielen, doch endlich ertönt der Schlusspfiff. Aus, Aus, Aus! Das Spiel ist aus Deutschland ist Weltmeister. Heute gibt es wohl nur 1 Sieger.

Die Lösungsziffern des heutigen Rätsels stellen die fünfte und sechste Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ _ _ X X

Auflösung:

Ich möchte ein Würfelspiel spielen. -> Es geht um ein Spiel mit Würfeln, da gibt es ja allerhand. 😉

5 Menschen kommen am Samstag Nachmittag auf dem Sportplatz zusammen. Werner, Walter, Wolfgang, Wiebke und Wenke. -> Die 5 Namen mit W stehen für 5 Würfel. Das heißt es geht um ein Würfelspiel mit 5 Würfeln.

Die Fahrt ging über Stock und Stein, über große und kleine Straßen bis endlich das Stadion erreicht wurde. Volles Haus beim heutigen WM-Finale zwischen Ungarn und der Bundesrepublik Deutschland. Das könnt ein kniffliges Spiel werden, denn die Gegner haben 4 große Chancen. -> Große und kleine Straßen, Volles Haus (Full House), knifflig (Kniffel), Chancen. Alles Wörter aus dem beliebten Würfelklassiker „Kniffel“. Auf gut deutsch das gesuchte Würfelspiel ist „Kniffel“.

Das Spiel nimmt nun endlich Fahrt auf im Wankdorfstadion in Bern, keiner wankt. Kurz vor dem Ende ist es dann soweit, Schäfer nach innen geflankt, Kopfball, abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt. Tor, Tor, Tor Tor! 3:2 führt Deutschland kurz vor Spielende. Nur noch wenige Minuten zu spielen, doch endlich ertönt der Schlusspfiff. Aus, Aus, Aus! Das Spiel ist aus Deutschland ist Weltmeister. Heute gibt es wohl nur 1 Sieger. -> Hierbei handelt es sich um Original-Zitate aus dem Kommentar zum Fußball-WM-Finale von 1954, zum „Wunder von Bern“. Das interessiert uns alles aber nicht, denn wir spielen ja immer noch das Würfelspiel „Kniffel“. Dem aufmerksamen Leser sind aber im Rätsel die Zahlen 5 4 3 2 1 aufgefallen. Hierbei handelt es sich bei „Kniffel“ um eine „Große Straße“ und diese gibt nunmal 40 Punkte.

-> _ _ 7 _ 4 0

 Rätsel des dritten Advents:

Der Suchende der suchet ganz gewissenhaft, diese Seite bringt ihn zur Lösung doch weiter. Doch so einfach wirds ihm nicht gemacht, denn erst durch Klicken öffnet sich ein neuer Reiter. Der Unwissende tappt im Dunkeln und klickt wie wild umher, doch all die Wissenden lieben den Namen von Loretta so sehr. Wer nun die drittletzte Ziffer des Spendenkontos ermittelt, der wird als Findender betitelt.

Die Lösungsziffer des heutigen Rätsels stellt die vierte Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: _ _ _ X _ _

Auflösung:

Der Suchende der suchet ganz gewissenhaft, diese Seite bringt ihn zur Lösung doch weiter. -> Gehen wir das wohl umstrittenste und vermeintlich schwierigste Rätsel mal langsam an. „Diese Seite bringt ihn zur Lösung doch weiter“. Das heißt irgendwas auf dieser Seite führt uns zur Lösung.

Doch so einfach wird’s ihm nicht gemacht, denn erst durch Klicken öffnet sich ein neuer Reiter. -> Die Lösung steht also nicht direkt auf dieser Seite, aber wenn man auf dieser Seite etwas anklickt, dann öffnet sich ein neuer Reiter (Tab). Dies funktioniert nur durch Klicken eines der insgesamt neun Links, die auf dieser Seite sind: www.bahnhofsmission.de, https://www.bahnhofsmission.de/index.php?id=100&no_cache=1, https://www.bahnhofsmission.de/index.php?id=90, https://aktion-bruecke.de/, https://aktion-bruecke.de/unterstuetzung/, https://www.tafel.de/, https://www.tafel.de/spenden/jetzt-spenden, https://wuenschewagen.de/, https://wuenschewagen.de/so-hilft-ihre-spende/spenden

Der Unwissende tappt im Dunkeln und klickt wie wild umher, doch all die Wissenden lieben den Namen von Loretta so sehr. -> Die Unwissenden klicken wie wild umher und müssen alle neun Links ausprobieren, weil sie keine Ahnung haben, welcher der richtige ist. Aber wer mit dem Hinweis „lieben den Namen von Loretta so sehr“ etwas anfangen kann, weiß Bescheid, was es anzuklicken gilt. Wer zur Hölle ist diese Loretta!?!?! Das weiß ich auch nicht so genau, aber ich weiß, dass der NAMENSTAG von Loretta am 10.12. ist. Also dieses Jahr auf den 2. Advent fiel. Und genau deshalb müssen wir den Link der Organisation des 2. Advents aufrufen. Dies war die „Aktion Brücke“: https://aktion-bruecke.de/, https://aktion-bruecke.de/unterstuetzung/

Wer nun die drittletzte Ziffer des Spendenkontos ermittelt, der wird als Findender betitelt. -> Das Spendenkonto der Aktion Brücke ist DE93 7005 3070 0032 3801 64. Und die drittletzte Ziffer hiervon ist die 1.

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Rätsel des vierten Advents:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass viele Staaten der Erde unter dem Joch ihres Kolonialherren zu leben hatten. Die Unterwerfung, Vertreibung und Ermordung von Nama oder Herero werfen ihre Schatten. Doch an Weihnachten steht der langen Weg zur Freiheit über Hass und Apartheid. 18 mal in einem Jahr wurde die Unabhängigkeitsbewegung zum richtigen Superstar. All das nur auf einem Kontinent, mit Freude und Wille zum Happy End. Das Jahr, welch wards gewesen? Entweder du weißt es oder musst es nachlesen.

Die Lösungsziffern des heutigen Rätsels stellen die erste und zweite Ziffer der sechsstelligen Zahl dar: X X _ _ _ _

Auflösung:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass viele Staaten der Erde unter dem Joch ihres Kolonialherren zu leben hatten. Die Unterwerfung, Vertreibung und Ermordung von Nama oder Herero werfen ihre Schatten. Doch an Weihnachten steht der langen Weg zur Freiheit über Hass und Apartheid. -> Im letzten Rätsel geht’s um Kolonialisierung und im Fall der Nama und Herero um Völkermord und Menschenrechtsverbrechen an diesen Volksgruppen im damaligen Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia).

18 mal in einem Jahr wurde die Unabhängigkeitsbewegung zum richtigen Superstar. All das nur auf einem Kontinent, mit Freude und Wille zum Happy End. -> Der erste Teil des Rätsels (Nama, Herero, Deutsch-Südwestafrika, heutiges Namibia) hat schon die erste Tendenz und den ersten Anhaltspunkt in Richtung des Kontinents „Afrika“ gegeben. Wenn auf diesem Kontinent auch noch 18 mal in einem Jahr verschiedene Länder ihre Unabhängigkeit gefeiert haben, dann sind wir doch auf einem guten Weg.

Das Jahr, welch wards gewesen? Entweder du weißt es oder musst es nachlesen. -> Und genau dieses Jahr, in welchem 18 afrikanische Kolonien ihre Unabhängigkeit erlangt haben ist gesucht. Hierbei handelt es sich um das „Afrikanische Jahr“, welches 1960 war.

-> 6 0 7 1 4 0

Damit sind alle Rätsel gelöst und die gesuchte sechsstellige Zahl 607140 ist gefunden. 607140 ist aber nicht nur eine Zahl, vielmehr steht sie für Menschen. 607.140 wohnungs- und obdachlose Menschen gab es am 31.12.2022 in Deutschland. Tendenz steigend! Die Gründe sind vielschichtig: Wachsende soziale Ungleichheit, immer größer werdender Unterschied zwischen „Arm“ und „Reich“, Zuwanderung und Mangel an einer ausreichenden Anzahl Sozialwohnungen um nur einige Gründe zu nennen. Daher stehen über der Freude am Rätseln, mit welcher die richtige Lösung erknobelt werden konnte, Schicksale von Menschen, die sich warum auch immer in dieser prekären Lage befinden. Der fiktive Charakter Florian hat einen kleinen Einblick in die Welt derer gegeben, die wir sicher alle schon mal gesehen haben, vor deren Leid wir aber gerne die Augen verschließen. Viel wichtiger als das Lösen eines einzelnen oder des gesamten Rätsels war daher der Moment der Beachtung der von euch allen da draußen an Menschen verschenkt wurde, die ihn wirklich gebrauchen können. Somit wurde also nicht nur der oder die schnellste Rätsellöser/in mit einem zusätzlichen Weihnachtsgeschenk beschenkt, sondern vielmehr wurden 607.140 Menschen mit eurer Aufmerksamkeit beschenkt.

 Vielen Dank für euer Interesse und euren Moment der Aufmerksamkeit!